Neue Beregnungsanlagen am Elbe-Seitenkanal

Im letzten Jahr wurden am Elbe-Seitenkanal drei neue Beregnungsnetze mit Pumpwerken und am Mittellandkanal ein neues Pumpwerk mit Leitungsnetz hergestellt und teilweise bereits in Betrieb genommen.

Es handelt sich um Anlagen der Beregnungsverbände Wasbüttel, Wahrenholz (Schönewörde) und Grußendorf.

IMG 0807kDer Beregnungsverband Wasbüttel liegt am Abzweig des Elbe-Seitenkanals vom Mittellandkanal im Bereich der Ortschaften bzw. Gemarkungen Wasbüttel, Ohnhorst, Calberlah, Edesbüttel Allenbüttel und Martinsbüttel. Von der Verbandsfläche werden rund 627 ha über gemeinsame Leitungsnetze und je ein Pumpwerk am Elbe-Seitenkanal und am Mittellandkanal versorgt. 255 ha werden über einzelbetriebliche Entnahmestellen mit Beregnungswasser versorgt.

Für den Elbe-Seitenkanal wurde ein Pumpwerk mit einer Leistung von 470 m³/h im Bereich des Sperrtors Wasbüttel gebaut und an sieben weiteren Stellen kann eine Entnahme über Aggregate mit insgesamt 255 m³/h erfolgen. Für den Bereich Wasbüttel wurden rund 13 km PVC-Druckrohre mit einem Nenndruck PN 12,5 bar in verschiedenen Durchmessern gelegt.

Aus dem Mittellandkanal erfolgt die Wasserentnahme über ein Pumpwerk bei Edesbüttel mit bis zu 460 m³/h und zwei weitere Aggregatentnahmestellen mit insgesamt bis zu 90 m³/h. Für den Bereich Edesbüttel wurden rund 4 km PVC-Druckrohre mit einem Nenndruck PN 12,5 bar in verschiedenen Durchmessern gelegt.

Grußendorf

In den Gemarkungen Grußendorf und Stüde wurden im Frühjahr 2016 durch den Kreisverband rd. 265 ha Beregnungsfläche erschlossen. FürGrußendorf 3k die Entnahme aus dem Elbe-Seitenkanal wurde ein Pumpwerk im vorhandenen Schachtbauwerk Stüde errichtet und eine drei Kilometer lange Transportleitung DN 300 in das Verbandsgebiet geführt. Im Schacht wurden drei Unterwassermotorpumpen mit einer Gesamtförderleistung von 350 m³/h installiert. Um einen neuen kanalseitigen Absperrschieber einzubauen, wurde ein Dichtkissen durch Taucher gesetzt. Das gesamte Beregnungsnetz umfasst eine Länge von rd. 8,5 km Erdleitungen. Die Bauzeit betrug etwa 9 Wochen.

 

Schönewörde

Die rd. 325 ha Beregnungsfläche in der Gemarkung Schönewörde befinden sich im Wasserschutzgebiet. Eine ausreichende Wasserversorgung konnte nur aus dem Elbe-Seitenkanal sichergestellt werden. In einem vorhandenen Entnahmeschacht unterhalb der Kanalbrücke der L286 wurden drei Unterwassermotorpumpen mit einer Gesamtfördermenge von 450 m³/h eingebaut. Um einen neuen kanalseitigen Absperrschieber einzubauen, wurde ein Dichtkissen durch Taucher gesetzt. Das Beregnungsnetz umfasst rd. 17 km Erdleitungen. Neben mehreren Horizontalbohrungen unter der Örtlichen Vorflut hindurch war die Kreuzung der Bahnlinie von Wittingen nach Gifhorn erforderlich. Die Bauzeit betrug ca. 12 Wochen.