TopSoil, AquaModul

 

Deutsches Teilprojekt: AquaModul

Der erst vor zwei Jahren gegründete Dachverband Feldberegnungs Uelzen und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Bezirksstelle Uelzen, sind mit dem Teilprojekt "AquaModul" einer von 24 Partnern aus Nordsee-Anreinerstaaten in dem Gemeinschaftsprojekt "TopSoil".

Inhalt :

Anpassung an Klimawandel bedingte Veränderungen im Grundwasserhaushalt (Adaption)

Güte

  • Versalzung
  • Nitratanreicherung

Menge

  • Vermeidung von Vernässungen im urbanen Raum
  • Speicherung von Überschüssen im GWK, Sicherung der landwirtschaftlichen Bewässerung (B, GB, NL)

Monitoring => Sonderthema

Das deutsche Teilprojekt "AquaModul" hat folgende Begründungen bzw. Inhalte:

Hintergrund:

  • Die begrenzenden Faktoren der zu beantragenden Wasserentnahmen für die Feldberegnung sind eventuelle schädliche Auswirkungen der lokalen Entnahmen (Einzelbrunnen) und die summarische (Fern-)Wirkung aller Entnahmen auf grundwasserabhängige Landökosysteme.
  • Gleiches gilt für die Beeinflussung der aus ökologischen Gründen notwendigen Mindestabflüsse in den mit dem Grundwasser interagierenden Fließgewässern.
  • Aus hydrogeologischen Gründen sind keine oder nur sehr geringe Flächenanteile von eventuellen ökologisch negativen Auswirkungen von Einzelbrunnen betroffen. Sehr viel größere Relevanz haben die summarischen Einflüsse; erst recht, wenn für deren Ermittlung die volle Ausschöpfung aller genehmigten Wasserrechte angesetzt werden muss.
  • Gleiches gilt für Zukunftsszenarien, die sich aus Prognosen zur zukünftigen Entwicklungen des Beregnungsbedarfs ergeben.
  • Aufgrund der erheblichen Gebietsgröße von ca. 3.850 km² (Landkreise Uelzen, Lüneburg und Stadt Lüneburg und Umfeld) soll mit Hilfe eines innovativen Monitoringansatzes ein verträgliches Mengenmanagement der Grundwasser-vorkommen erreicht sowie Grundlagen und Ansätze für eine Steuerung der anstehenden Entscheidungsprozesse ermittelt werden.
  • Der Ansatz eines flächendeckenden Monitoringnetzes ist aufgrund der Flächengröße weder operativ umsetzbar noch finanzierbar.

Geplante Vorgehensweise:

  • Der fachliche Ansatz geht vom Aufbau „repräsentativer Leitpegel“ im Grundwasser und in den Gewässern an ausgesuchten Positionen im Gesamtgebiet aus.
  • Mit Hilfe der aus dem Aquarius-Projekt bekannten Abschichtung (Flurabstand, schwebende GWL) werden hierzu die Bereiche mit potentieller Beeinflussung von grundwasserabhängigen Landökosystemen und gefährdeten Fließgewässerabschnitten extrahiert. Diese Bereiche werden nach fachlichen Aspekten (Bodenaufbau, GW-Flurabstand, Gewässernähe, ökologische Bedeutung etc.) schematisiert.
  • Für vergleichbare Bereiche sollen dann technisch aussagekräftige und organisatorisch, operativ und wirtschaftlich sinnvolle Monitoringkonzepte entwickelt und umgesetzt werden. Diese sollen so aussagekräftig sein, dass ein über lange Zeiträume funktionierendes Grundwassermonitoring und-management für die Region etabliert werden kann, ohne dass hierfür die Notwendigkeit zur Installation einer nicht praktikablen Vielzahl von Messeinrichtungen an allen potentiell betroffenen/beeinflussten Bereichen besteht.
  • Zum Grundwassermanagement gehört dabei auch die Entwicklung bzw. Auslegung eines Entscheidungs-Unterstützungs-Systems.

Nach erfolgreichen Aufbau und Test des Systems kann dieser Ansatz auch auf weitere Gebiete ausgeweitet werden.

Ziele von AquaModul

  • Entwicklung eines „Stakeholder“ integrierten Grundwasser-Monitoring-Systems (GMS).
  • Identifikation von Maßnahmen und Entwicklung einer Kompensationsstrategie als Basis für zukünftige, klimawandelinduzierte, erhöhte Grundwasserentnahmen für Bewässerung in der Landwirtschaft unter den Prämissen der WRRL-Anforderungen und zum Schutz der grundwasserabhängigen Landökosysteme.
  • Installationen von Überwachungstechnologien, einschließlich Identifizierung innovative Technologien und deren Erprobung.

 Weitere Projektinformationen finden Sie unter : http://www.topsoil.eu/