Umgehung des Gerdaustausees

Umleiter Gerdaustausee

Der Oberlauf der Gerdau ist durch den Gerdaustausee (Rheinmetallstausee) vom Mittellauf abgetrennt. Der Stausee mit einer Fläche von rd. 6,0 ha ist als schützenswertes Biotop eingestuft, eine Staulegung kommt somit nicht in Betracht. Der Sohlabsturz am Wehr beträgt rd. 2,50 m.

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In 2012 wurde durch den Gewässer- und Landschaftspflegeverband Mittlere und Obere Ilmenau mit Förderung durch EU- und Landesmitteln aus der Fließgewässerentwicklung die Entwurfs- bzw. Genehmigungsplanung erstellt. Diese sieht zur Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit ein ca. 1.165 m langes Umgehungsgerinne am Nordufer des Rheinmetallstausees vor.

 

Das Umgehungsgerinne wird auf dem Schießgelände der Rheinmetall Berlin AG  liegen. Bei der Bauausführung ist daher mit Unterbrechungen aufgrund des Schießbetriebes sowie, der Sondierungen und Beseitigung von Munitions zu rechnen.

Weiterhin stehen im Untergrund Schwemmsande an.

Die Kosten werden derzeit auf 1,2 Mio. Euro geschätzt.

 

Die Plangenehmigung und Bauausführung war für 2013/2014 geplant. Unter den genannten Umständen und bei dem hohen finanziellen Aufwand ist die Umsetzung jedoch fraglich.