Woltersburger Mühle

woltersburger muehle.jpgErarbeitung der Antragsunterlagen zum Umbau bzw. zur Erneuerung der Wehranlage an der Woltersburger Mühle in Uelzen, Ortsteil Woltersburg, Landkreis Uelzen, mit gleichzeitiger Herstellung einer Fischaufstiegsanlage, Erneuerung von zwei abgängigen Brücken sowie Herstellung und Betrieb der Entwässerungseinrichtungen für das durch die IDA (Gemeinwesenorientierte Arbeit) erworbene Mühlengelände unter Berücksichtigung des geplanten Entwicklungskonzeptes für das Mühlengelände

 

Veranlassung und Aufgabe

 

Die Wipperau als Nebengewässer der Ilmenau wird in Oldenstadt und an der Woltersburger Mühle aufgestaut, wodurch die stromauf- und stromabgerichteten Wandermöglichkeiten der Fließgewässerbewohner gestört werden.
Während ein dritter Stau in Oetzmühle vor einigen Jahren niedergelegt wurde, ist der Stau in Oldenstadt noch intakt und wird zur Wasserstandsregulierung für eine Wasserkraftanlage genutzt. Dagegen ist die Wasserkraft an der Woltersburger Mühle seit vielen Jahren ungenutzt und wie alle zum Gelände gehörenden Gebäude nach und nach verfallen. 

Im Jahre 2007 konnte die IDA, Uelzen, (Gemeinwesenorientierte Arbeit), das Gelände erwerben und will dieses umgestalten.
Es ist von der IDA geplant, das Gelände in drei Teile aufzuteilen. Die zwei Gebäude in der Mitte werden als Qualifizierungszentrum mit ihren Werkstätten und Unterrichtsräumen auf- und ausgebaut. Daneben soll es – an der rechten Seite – Wohnmöglichkeiten für einige Angestellte geben. Das Gelände an der linken Seite soll touristisch erschlossen werden. Ein öffentlicher Radweg führt an der Mühle vorbei.
Vorgesehen ist, dass bei den ganzen Plänen der natürliche Charakter des Geländes bewahrt wird. Also kein Eventtourismus, sondern „Natur erleben“. Das Gelände soll zur Ruhe und Einkehr einladen [aus der Internetpräsentation www.woltersburger-muehle.de].
Gemeinsam mit der Stadt Uelzen als Unterhaltungspflichtiger für die Brückenbauwerke und Verbindungswege von Woltersburg nach Oldenstadt trat die IDA an den zuständigen Unterhaltungsverband Mittlere und Obere Ilmenau heran mit der Bitte um Aufstellung eines wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzeptes. In das zu erarbeitende Konzept sollen die Planungen für die Regenwasser- und Abwasserentsorgung des Mühlengeländes durch das Büro iTH, Suderburg, mit einfließen.

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Aufgrund dieses Entwurfes sollen entsprechende Finanzierungsmittel eingeworben werden und er soll gleichzeitig als Genehmigungsplanung für die untere Wasserbehörde dienen.

 

 

Zusammenfassung

Bei Umsetzung der v.g. Planung kann eine weitere ökologische Barriere im Gewässersystem der Ilmenau für die Gewässerorganismen passierbar gemacht werden.
Gleichzeitig wird die gesamt Wasserwirtschaft im Bereich der Woltersburger Mühle neu geordnet und an die neuen Anforderungen, die sich aus der Umgestaltung und Umnutzung des Geländes ergeben, angepasst.

Es wird daher um Genehmigung gemäß § 91 NWG für Wehr und Fischaufstieg sowie die Brückenerneuerungen und Erlaubnis nach § 10 NWG für das Aufstauen der Wipperau, die Wasserkraftnutzung  und die Einleitung des Ablaufes aus der Kleinkläranlage gebeten.