Umfluter am Außenmühlenwehr

Umfluter am Außenmühlenwehr Uelzen

 

 

Im Jahre 1965 wurde das alte baufällige Wehr an der Außenmühle Uelzen durch ein Klappenwehr ersetzt, das durch entsprechende Dimensionierung ausreichenden Schutz gegen Hochwässer bietet. Gleichzeitig mit der Erstellung der Wehranlage wurde ein Fischpass aus einer Abfolge von 7 Becken als Aufstiegshilfe für Salmoniden gebaut.

 

Wie sich im Betrieb der zurückliegenden Jahre zeigte, sind die Schlupflöcher permanent durch Treibsel verstopft. Weiter wurde durch den Auslauf im Unterwasser keine Lockströmung erzeugt um einen ausreichenden Einstieg in den Beckenpass zu erreichen. Damit war der Beckenpass faktisch funktionsunfähig. Durch den Bau eines Umgehungsgerinnes, das aus einer Abfolge von Gleiten und Ruhebecken besteht, wurde die Durchgängigkeit für die aquatische Fauna an der Außenmühle Uelzen wieder hergestellt. Die Sohlgleiten wurden mit einer Neigung von 1 : 40, einer Sohlbreite von 2,00 m sowie einer Böschungsneigung von 1 : 1 oder flacher ausgebildet. Die Sohle besteht aus einer 30 cm hohen Sammelsteinschicht mit einem Steindurchmesser dm = 12 cm, die mit Kies unterschiedlicher Körnung so aufgefüllt wurde, dass sich ein weitgehend naturnahes Lückensystem ergibt. Auf der Sohlgleite sind Störsteine in unregelmäßigen Abständen mit einem Durchmesser von mindestens 60 cm eingesetzt. Ziel war es, dass sich auf der Sohlgleite ein Mindestwasserstand von 30 cm bei einer mittleren Abflussgeschwindigkeit von 0,6 bis 0,8 m/s ergibt. Die Abflussgeschwindigkeit in eingeengten Bereichen sollte 2 m/s nicht überschreiten.

Der Umfluter hat eine Gesamtlänge von 116 m und überwindet eine Höhe von rund 1,70 m. Er besteht aus 5 Sohlgleiten von je 13,5 bis 18,5 m Länge und vier kürzeren Fließstrecken ohne Gefälle (Ruhezonen).

Nach Maßnahmenumsetzung wurde eine Funktionsüberprüfung des Umfluters aus fischereibiologischer Sicht durchgeführt, die eine uneingeschränkte Funktionsfähigkeit scheinigte.

 

Groppe aus der Ilmenau